Im Groben kann ich die Medikamente, die meine oder die Pferde meiner Einsteller bekommen haben, in später folgende Gruppen einteilen.
Lange Zeit habe ich immer gedacht, das Medikamente mich „Gesund“ machen würden. Ich dachte, wenn die Symptome weg sind, ist nun „alles wieder gut“

Wahrscheinlich ist es in jungen Jahren so, das es leicht ist, mit diesem Verständnis zu leben, will der junge Organismus noch weites gehend in der Lage ist, fehlerfrei zu arbeiten.
Erst als mit bewusst wurde, das „im Alter“ immer mehr Menschen und Tiere von dauerhaften Medikamentengaben abhängig sind, ist mir bewusst geworden, das Medikament nicht gesund machen sonder Symptome verschwinden lassen oder die Nebenwirkungen von Symptomen lindern.

Zu diesem Thema fand ich folgende Behauptung

80 % der in Deutschland verkauften Medikamente haben keinen Heilnachweis

Ein Antiphlogistikum ist ein entzündungshemmendes Arzneimittel, kurz: Entzündungshemmer.
Viele enthalten Cortison, es gehört zu den Steroidhormonen, Untergruppe Corticoide. Diese werden in der Nebennierenrinde gebildet und sind fettlöslich. Auf Grund d
ieser Eigenschaft können Corticoide problemlos durch die Zellmembran gelangen und vielfältige Wirkungen im ganzen Körper erzielen. So regeln sie z. B. den Blutzuckergehalt, den Fettstoffwechsel, haben Einfluss auf die Bildung der roten Blutzellen, auf das Immunsystem, auf die Nieren, den Muskel- und Knochenaufbau und das Nervensystem.

Corticoide unterteilen sich erneut in zwei Gruppen, je nach ihrer Wirkung auf den Mineral- bzw. Kohlenhydratstoffwechsel:

Mineralocorticoide sind für die Steuerung von Natrium- und Kaliumionen im Plasma verantwortlich. Außerdem binden sie das Wasser im Körper und bewirken eine Erhöhung des Blutdrucks.

Glucocorticoide fördern z. B. den Proteinabbau, erhöhen den Blutzuckerspiegel und haben eine entzündungshemmende, immunsuppressive Wirkung.

Zu dieser Gruppe gehören auch Cortison und Cortisol, die beide chemisch eng verwandt sind. Sie unterscheiden sich nur in einem Atom.

Daneben gibt es die synthetisch hergestellten Glucocorticoide. In der täglichen Praxis wird in der Bezeichnung jedoch selten so genau unterschieden. Spricht der Tierarzt von einer Cortison- oder Corticoidbehandlung, meint er mit Sicherheit synthetische Glucocorticoide wie Prednisolon oder ein ähnliches Medikament.

Welche Wirkungen treten bei der Behandlung mit Corticoiden auf?
Wird ein Steroidhormon verabreicht, greift dieses, je nach Dosierung und Dauer der Therapie, entscheidend in vie
le körpereigene Funktionen ein. Das Wirkungsspektrum umfaßt z. B.:

  • Fett- und Wassereinlagerungen im Körper
  • Erhöhung des Blutzuckers
  • Osteoporose (Verringerung der Knochendichte)
  • Appetitanregung
  • Entzündungshemmung
  • Unterdrückung des Immunsystems
     

  • Bei längeren Anwendung von Cortison reagiert der Körper mit einer Verminderung oder Einstellung seiner natürlichen Steroidproduktion. Deshalb sollte Corticoide niemals abrupt abgesetzt werden. Je länger sie gegeben wurden, umso langsamer sollte der Therapieausklang mit nach und nach reduzierten Dosen verlaufen. Wird dies nicht berücksichtigt, kann sich (z. T. nur temporär) ein Morbus Addison einstellen. Bei dieser Erkrankung liegt ein Cortisondefizit vor. Menschen wie auch Tiere, die daran leiden, müssen ein Leben lang Steroide einnehmen, um den entstandenen Mangel auszugleichen, denn ohne einen ausreichend hohen
    Spiegel ist kein Individuum lebensfähig.
  • Wird die Cortisonbehandlung überdosiert, kann das zu einem Cushing-Symptom führen.
    Cortison steht im Verdacht, indizierte Diabetes auszulösen, gastrointestinale Probleme (akuter oder chronischer Blutverlust), bis hin zu Magen-Darm-Ulcera (Geschwüre) werden mit Cortison in Verbindung gebracht, leider ist die Aufklärung zum Thema defizitär.

    Anders als in der Humanmedizin wird Cortison von Tierärzten bei immunschwachen Tieren nach wie vor angewendet. Dabei geht es z.B. um die Behandlung diverser entzündlicher Nebenerkrankungen, wie z. B. Gingivitis (Zahnfleischentzündung), Dermatitis (Entzündung der Haut) oder Otitis (Entzündung des Ohres).
    Auch wenn sich damit eine Entzündung kurzfristig kurieren oder zumindest verbessern lässt, geht das am Ende zu Lasten des Immunsystems. Mit Cortison kann u. U. eine schnelle Verbesserung der momentanen Situation erreicht werden, der Krankheitsverlauf aber wird durch diese immunsuppressive Therapie beschleunigt, welche die Viren für sich nutzen können. Dazu kommt, dass eine Besserung des Allgemeinbefindens nur so lang wie die Wirkungsdauer der Corticoide anhält... Eine Dauerbeandlung hat nicht selten eine Diabetes zur Folge.

    Corticoide in der Tiermedizin allgemein
    Insgesamt muss festgestellt werden, dass Corticoide in der Veterinärmedizin häufig *routinemäßig* als günstiges *Allheilmittel* gegen alle möglichen Gebrechen eingesetzt werden. Kontraindikationen scheint es nicht zu geben. Unkritisch und OHNE Diagnostik werden Prednisolon, Dexamethason oder ähnliches verordnet. Nicht selten sogar als Depotinjektion oder Dauertherapie.

    Der günstige Preis, die einfache Anwendung und nicht zuletzt der rasche, wenn auch kurze Erfolg, sind für einige Tierärzte Anreiz genug, diese Handlungsweise beizubehalten.
    Dem Tierhalter eine beeindruckende Besserung zu demonstrieren, scheint wichtiger, als mit gezielter Diagnostik und causaler Therapie dem Tier langfristig zu helfen. Dem Halter wird dabei das wohl bekannte Wort *Cortison* verschwiegen. Statt dessen gibt man etwas *zur Steigerung des Appetits* zur *Besserung des Allgemeinbefindens* oder auch nur ein *Aufbaumittel*.

    So wissen in vielen Fällen die Halter nicht, das ihrem Tier ein Corticoid verabreicht wurde. Denn Cortison ist der Wirkstoff. Am Namen des Medikamentes selbst, ist für den Laien nicht zu erkennen, dass es sich um ein Corticoid handelt. *Voren Depot* z. B. ist ein Depot-Corticoid, das mehrere Wochen wirkt! Der Laie wird es nicht erkennen, wenn der Tierarzt von einem *Aufbaumittel* spricht. Deshalb sollte er, verwendet der Tierarzt eine solche *nette* Umschreibung, immer ganz direkt nachfragen, ob es sich beim zu verabreichenden Medikament um ein Corticoid handelt. Und zwar BEVOR die Injektion (die meisten Medikamente werden gespritzt) vorgenommen wird!

    Die scheinbaren schnellen Erfolge und eine kurzzeitige Besserung des Allgemeinbefindens bestärken leider auch viele Halter, die wissen, was ihrem Tier verabreicht wurde, in der Annahme die richtige Therapie durchzuführen.
    Zudem ist Cortison sehr bequem von Halter als Tablette zu verabreichen und günstig im Preis. Das kommt vor allen Haltern entgegen, die für ihr Tier so wenig Aufwand wie möglich betreiben möchten. Aber auch die Halter, die das Beste für ihren vierbeinigen Freund wünschen, ahnen oft nicht, was sie damit an Folgen für ihn in Kauf nehmen.

    Leider ist es für den Laien alles andere als einfach zu verstehen, ob eine Indikation gegeben ist oder nicht. Deshalb sollte er immer genau nachfragen, wenn Corticoide vom Tierarzt empfohlen werden.
    Eine Gingivitis (Zahnfleischentzündung) z. B. ist keine Indikation für eine Cortisonbehandlung!
    Auch Appetitlosigkeit ist keine Indikation,
    genauso wenig wie Infektionen aller Art,
    Parasitenbefall
    oder nach chirurgischen Eingriffen *zur Wundheilung*.

    Im Gegenteil, OHNE vorherige Diagnose kann mit Cortison alle weitere Diagnostik vereitelt werden, denn Corticoide haben z. B. einen nicht unbeträchtlichen Einfluss auf Blutbild und Organprofil. Auch ist es möglich, dass ein Corticoid im speziellen Fall die Krankheit verschlimmert statt (zumindest kurzfristig) zu verbessern. Das kann z. B. der Fall sein, bei mit gastrointestinalen Problemen (z. B. Appetitlosigkeit). Zwar steigert Cortison kurzzeitig den Appetit, ist die Ursache jedoch ein Magengeschwür, wäre Cortison im höchsten Maße kontraindiziert, da es als Nebenwirkung Magen-, Darmulcera (Geschwüre) verursachen kann.

    Dem Besitzer sollte der Grund der Anwendung so erläutert werden, dass ihn auch ein medizinischer Laie verstehen kann. Im Zweifelsfall sollte man sich noch eine zweite oder auch dritte Meinung einholen.

    Es gibt auch eine Gruppe cortisonfreier Entzündungshemmer. Sie heißen NSAR (nicht- steroidale Antireumatika. Dazu gehören z.B. Diclofenac und Ibuprofen.

    Schmerzmittel

    Equipalazone
    Wirkstoff : Pyrazolone

    Bitte Toxizität, unerwünschte Wirkungen usw. auf der linken Seite anklicken!

    Metacam
    Finadyne
    Quadrisol

    Schmerzbekämpfung und Sedierung Studie von Intervet

    Antibiotika / Penicillin

    Neomycin Penicillin
    Wirkstoff: Neomycin Penicillin

    verschiedenen Antibiotikaklassen und deren Wirkspektrum

    Oral-Penicilline
    Anwendung bei: leichten bis mittelschweren Infektionen, z.B. Mandelentzündung (Tonsillitis), Scharlach, Infektionen der oberen und unteren Atemwege (Bronchitis), Hals-Nasen-Ohren-Infektionen (Mittelohrentzündung) oder akuter Blasenentzündung (Zystitis).

    Oral-Cephalosporine
    Sie zählen zu den wirksamsten Antibiotika. Einsatz z.B. bei Atemwegsinfektionen, Infektionen des Hals-Nasen-Ohrenbereiches, der Haut und Weichteile sowie bei akuten Harnwegsinfekten.

    Makrolide und Clindamycin
    Wichtigste Einzelsubstanzen: Erythromycin, Clarithromycin, Roxithromycin, Azithromycin und Clindamycin. Verordnung bei Infektionen der Atemwege, des Hals-Nasen-Ohrenbereiches, der Haut und Weichteile sowie bei Urogenitalinfektionen.

    Tetracycline
    Einsatz bei: Infektionen von Atemwegen, Hals, Nase und Ohren oder der ableitenden Harnwege, sowie bei bestimmten Formen der Akne.

    Fluorchinolone
    Breites Anwendungsspektrum: Infektionen im Kopfbereich, der Atemwege, Infektionen von Haut und Weichteilen sowie des Harntraktes.

    Sulfonamide/Trimethoprim
    Infektionen der Atemwege, des HNO-Bereichs und unkomplizierte Harnwegsinfektionen

    Unterschiedliche Wirkweisen: Bakteriostase oder Bakterizidie

    Generell haben Antibiotika auf Bakterien zwei grundsätzlich unterschiedliche Wirkungen. Eine Wirkung besteht in der Hemmung des Wachstums bzw. der Vermehrung von Bakterien (Bakteriostase), die andere tötet die Bakterien ab (Bakterizidie).

    Viele Antibiotika haben beide Wirkqualitäten in unterschiedlicher Ausprägung.
    Eine erste Einteilung anhand dieser Wirkungen ergibt vier Substanzgruppen.

    1. Antibiotika, die immer bakteriostatisch wirken (z.B. Sulfonamide)

    2. Antibiotika, die überwiegend bakteriostatisch wirken (z.B. Tetrazykline)

    3. Antibiotika, die immer bakterizid wirken (z.B. Aminoglykoside)

    4. Antibiotika, die nur während der Vermehrungsphase der Bakterien bakterizid wirken (z.B. Penicilline)

    folgender Text kopiert!
    Quelle: die beiden folgenden Links

    http://www.gesundheit.de/medizin/medikamente/antibiotika-anwendung/index.htm
    Antibiotika

    Das Wort Antibiotika stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt "gegen das Leben". Der britische Forscher Alexander Fleming war der Entdecker des ersten Antibiotikums - dem Penicillin, mit dem man bakterielle Infekte wirksam bekämpfen konnte. Und das ist bis heute so: Antibiotika können Leben retten, aber 30 bis 50 Prozent aller Antibiotika werden falsch eingesetzt.

    Viren versus Bakterien
    Sowohl Bakterien wie auch Viren können schwere Infektionen verursachen. Bakterien und Viren haben jedoch viele Unterschiede aufzuweisen. So werden Bakterien bis zu 0,002 mm groß, haben einen eigenen Stoffwechsel und können auf künstlichen Nährböden gezüchtet werden. Viren dagegen sind ungefähr hundert Mal kleiner als Bakterien und können nicht selbstständig existieren, sie sind auf so genannte Wirtszellen angewiesen.

    Gegen eine virale Erkrankung, z.B. dem grippalen Infekt, nützen Antibiotika nichts! Warum? Antibiotika wie z. B. das Penicillin verhindern, dass Bakterien nach der Zellteilung eine neue Zellwand bilden können. Ohne eine intakte Zellwand gehen Bakterien jedoch zugrunde. Im Gegensatz dazu besitzen Viren keine Zellwand, aus diesem Grund wirken Antibiotika bei ihnen nicht.

    Bakterielle Infektion versus Virusinfektion - wo liegen die Unterschiede?
    Der große Unterschied zwischen einer bakteriellen und einer viralen Infektion liegt darin, dass bei einer bakteriellen Infektion die Möglichkeit besteht, durch Medikamente (Antibiotika) den Gesundungsprozess einzuleiten bzw. zu fördern.

    Bei Infektionen, die durch Viren bedingt sind, besteht nur in wenigen Fällen die Chance dazu. Das liegt daran, dass Viren im Gegensatz zu Bakterien oder anderen Zellen nur aus Erbgut (DNA) bestehen. Sie können sich nicht selbst fortpflanzen, d.h. ihnen fehlt die Möglichkeit zur Proteinsythese (Proteinaufbau, um neue Zellen zu bilden). Um sich zu vermehren, schleusen Viren ihr Erbgut in eine Wirtszelle (in unserem Fall eine menschliche Zelle) ein und veranlassen diese, neue Viren zu erzeugen, da menschliche Zellen die Fähigkeit zur Proteinsynthese besitzen. Wären Viren in der Lage, sich wie die Bakterien durch die Proteinsynthese selbständig fortzupflanzen, hätte man hier - wie bei einer bakteriellen Infektion mittels Antibiotika - die Möglichkeit, diesen Eiweißaufbau zu unterbinden und damit die Vermehrung zu stoppen.

    Ein Beispiel aus der Praxis
    Über 70 Prozent der Halsschmerzen werden durch Viren verursacht. In diesem Falle helfen keine Antibiotika. Der Arzt muss also bei entsprechenden Symptomen erst einmal untersuchen, ob eine bakterielle Infektion vorliegt und die Verordnung eines Antibiotikums notwendig ist.
    In diesem Zusammenhang sind vor allem Infektionen mit Streptokokken zu nennen, da sie schwere Komplikationen wie rheumatisches Fieber oder Nierenschäden hervorrufen können. Kennzeichen einer Infektion mit Streptokokken sind starke Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Fieber über 38,5 Grad und das
    Fehlen von Husten und Schnupfen.

    Einnahme von Antibiotika
    Ganz wichtig: ein Antibiotikum muss immer bis zum Schluss aufgebraucht werden, damit wirklich alle Bakterien abgetötet werden. Die Anzahl der verordneten Tabletten und die enthaltene Wirkstoffmenge ist dabei vom Arzt auf die vorliegende Infektion abgestimmt. Tritt nach den ersten Tagen eine Besserung ein, deutet dies darauf hin, dass das Antibiotikum gut wirksam ist und erste Bakterien bereits beseitigt wurden. Dennoch muss die Arznei immer so lange eingenommen werden, wie der Arzt es verordnet hat.

    Weitere wichtige Einnahmevorschriften:

    • Wichtig ist außerdem, dass die vorgeschriebenen Abstände zwischen den Einnahmen eingehalten werden. Nur so ist gewährleistet, dass der Wirkstoffspiegel im Körper konstant hoch gehalten wird. "Dreimal täglich" bedeutet also: alle acht Stunden eine Dosis.
    • Antibiotika mit Wasser einnehmen. Antibiotika sollten mit Wasser eingenommen werden, denn Milch oder andere Lebensmittel können die Wirkung vermindern. Empfohlen wird ein ganzes Glas Wasser zu trinken. Zwischen dem Genuss von Milch/Milchprodukten und der Antibiotika-Einnahme sollten mindestens zwei Stunden liegen.
    • Genauer Einnahmezeitpunkt. Inzwischen gibt es unterschiedliche Wirkstoffgruppen von Antibiotika. Aus diesem Grund kann es auch keine allgemein gültigen Regeln zum Einnahmezeitpunkt geben. Einige Antibiotika müssen nüchtern eingenommen werden, andere wiederum zum Essen. Wann genau Ihr Medikament eingenommen werden soll, können Sie dem Beipackzettel entnehmen.
    • Wechselwirkungen. Wer zusätzlich andere Medikamente einnimmt, sollte wegen möglicher Wechselwirkungen beim Arzt nachfragen.
  • Große Tabletten besser Schlucken
    Antibiotika - vor allem in höheren Dosierungen - sind oft sehr groß und dürfen häufig, z. B. wegen bestimmter Tablettenüberzüge, nicht zerkleinert werden. Vielen Menschen fällt es jedoch schwer große Tabletten zu schlucken. Wer Schwierigkeiten hat, sollte schon vor der Einnahme einen Schluck Wasser trinken, damit die Schleimhaut gut befeuchtet wird. Anschließend die Tablette so weit wie möglich nach hinten auf die Zunge legen und mit einem ganzen Glas Wasser herunterspülen. Es empfiehlt sich, den Kopf beim Schlucken leicht nach vorne zu neigen und nicht - wie häufig zu sehen - nach hinten. Ob eine Tablette vor der Einnahme zerkleinert werden darf, kann der Packungsbeilage entnommen werden.
  • Nebenwirkung: Antibiotika und Durchfall
    Antibiotika können durch ihre Wirkungsweise auch Nebenwirkungen verursachen. Für den Menschen nützliche Bakterien leben z. B. in der Mundhöhle, aber auch in unserem Darm. Dort sorgen sie dafür, dass die Nahrung richtig verdaut wird.

    Wer ein Antibiotikum einnehmen muss, bekämpft nun nicht nur die gefährlichen Bakterien, sondern auch die nützlichen Bakterien. So kann z. B. die Darmflora aus dem Gleichgewicht kommen. Störungen wie weiche Stühle oder gar Durchfall sind unter der Einnahme von Antibiotika nicht selten zu beobachten.

    Normalerweise wird nach Beendigung der Therapie schnell wieder eine normale Darmfunktion erreicht. Wer jedoch Probleme hat, kann zur Regeneration der Darmflora in der Apotheke spezielle Präparate erwerben, z.B. Hefekulturen aus Saccharomyces boulardii oder Bakterienextrakten aus Lactobacillus, Bifidobacterium und Escherichia coli.

    Antibiotika entsorgen
    Bewahren Sie keine angebrochenen Packungen von Antibiotika auf! Zum einen gibt es unterschiedliche Bakterien, die auch mit unterschiedlichen Wirkstoffen therapiert werden; zum anderen wird eine angebrochene Packung den oben genannten Einnahmekriterien nie gerecht werden. Es gilt also: Infekte müssen von einem Arzt abgeklärt werden.

    Gefahr: Resistenzen
    Bei vielen Bakterien wirken Antibiotika nicht mehr. Der Grund: die Erreger sind gegen die Arzneimittel resistent geworden. Schuld daran ist in vielen Fällen ein zu sorgloser Umgang mit Antibiotika. Wenn z. B. das Medikament vorzeitig abgesetzt wird oder der Patient sich nicht an die Einnahmevorschrift hält, können widerstandsfähige Bakterien überleben und gegen das Mittel resistent werden, also unempfindlich gegen das Antibiotikum.  

    Deshalb ist es gerade bei Antibiotika so wichtig, die vorgeschriebene Tablettenanzahl im richtigen Abstand über den festgelegten Behandlungszeitraum einzunehmen. So können die segensreichen Antibiotika weit weniger Resistenzen entwickeln.

    Fazit: Antibiotika regelmäßig, in ausreichender Dosis nehmen und nicht zu früh absetzen.

    http://www.gesundheit.de/krankheiten/infektionskrankheiten/antibiotika-gegen-infektionen/index.html

    Antibiotika - eine Waffe gegen Infektionen wird immer stumpfer

    Derzeit sterben jährlich weltweit ca. 20 Mill. Menschen an Infektionskrankheiten, obwohl man dachte, diese durch Antibiotika für immer besiegt zu haben.

    Eine z.T. dramatische Zunahme von Antibiotika-Resistenzen, auch in den Industrieländern, führt dazu, dass sich Wissenschaft und Medizin auf diese hochflexiblen Krankheitserreger in einem unaufhörlichen Kampf einstellen müssen. Auch in Deutschland hat sich die Gesamtsituation diesbezüglich deutlich verschlechtert. Während zwischen 1975-1984 ein fast unverändertes Resistenzniveau bei Bakterien zu beobachten war, nahm bei vielen Bakterien danach die Resistenzhäufigkeit enorm zu.

    Was sind Antibiotika und wie wirken sie?
    Antibiotika sind Substanzen, die einzellige Mikroorganismen (dazu gehören die Bakterien) abtöten (bakterizide Wirkung) oder in ihrem Wachstum behindern (bakteriostatische Wirkung). Da die Bakterien sich in wesentlichen Punkten von den menschlichen Körperzellen unterscheiden, z.B. Zellwand, Gesamtheit des Vererbungsapparates (Genom), Zellorganellen für die Eiweißsynthese (Ribosomen), können die Antibiotika an diesen Stellen ansetzen, um ihre Verbreitung im Menschen zu verhindern.

    Man spricht allgemein von Breitband - Antibiotika, die gegen viele verschiedene Bakterien wirken und Schmalspektrumantibiotika (spezialisiert auf bestimmte Krankheitserreger). Neben den gebräuchlichen Antibiotika spielen die Reserveantibiotika eine wichtige Rolle. Sie werden dann eingesetzt, wenn Antibiotikaresistenzen auftreten und/oder sehr starke Infektionen vorliegen. Sie sind jedoch häufig sehr viel teurer, werden oftmals schlechter vertragen, oder/und es entwickeln sich bei ihnen besonders schnell Resistenzen.

    Wo werden Antibiotika noch genutzt?

    Tierfuttermittel: Neben dem humanmedizinischen Bereich ist der Einsatz von Antibiotika als so genannte Leistungsförderer in Tierfuttermitteln zu nennen. 15 % der jährlichen Gesamtmenge von Antibiotika wurden EU-weit für Masthilfsmittel 1997 verbraucht. Dieser Markt birgt ein großes Reservoir von Resistenzgenen in sich, weil hier durch eine breite Anwendung von Antibiotika systematisch Bakterienstämme mit einer Resistenz gegen ein bestimmtes Antibiotikum herangezüchtet werden.

    Daher sind seit 1998 EU-weit nur noch vier Leistungsförderer erlaubt. Diese finden zwar keine Anwendung in der Humanmedizin, doch ist es nicht auszuschließen, dass eine Resistenz auch auf andere strukturverwandte Antibiotika übergreifen kann. Zu einem generellen Verbot von Antibiotika als Masthilfsmittel wird es wohl erst 2005 oder 2006 kommen, obwohl es schon jetzt durch die bisher verbotenen Antibiotika ersichtlich ist, wie stark die Häufigkeit entsprechender Resistenzen von ihrer Anwendung abhängig ist.

    Tiermedizin: Auch der Einsatz von Antibiotika in der Tiermedizin bei lebensmittelliefernden Tieren ist groß. So wurden z.B. 1998 weltweit 1000 t Flourchinolone verbraucht, 120 t entfielen davon auf lebensmittelliefernde Tiere. Dies führte zu einer wachsenden Resistenz der Bakterien gegen dieses Antibiotikum, welches im humanmedizinischen Bereich als ein wichtiges Reserveantibiotikum genutzt wird.

    Gentechnologie: Ein wenig von der Öffentlichkeit beachtetes Feld der Antibiotikaanwendung ist der Gebrauch von Antibiotikaresistenzen als so genannte Markergene in der Gentechnologie. Sie heißen Markergene, weil sie genetisch veränderte (transformierte) Zellen markieren sollen. Setzt man diese Zellen auf einen mit dem jeweiligen Antibiotikum getränkten Nährboden, so sterben alle Zellen ab, bis auf diejenigen, die das Markergen aufgenommen haben und damit auch das gewünschte Gen, welches der Pflanze eine neue Eigenschaft geben soll.

    Das Antibiotikaresistenzgen spielt also nur eine rein technische Rolle. Inzwischen fürchtet man jedoch, dass es zwischen genetisch veränderten Pflanzen und den Bakterien zu einem "horizontalen Gentransfer" kommen kann. Dies ist theoretisch überall möglich, wo bereits zersetztes Pflanzenmaterial auf große Bakterienmengen trifft: im Kompost, in der Silage, im Magen-Darm-Trakt von Menschen und Tieren.

    Obwohl ein solcher Gentransfer sehr unwahrscheinlich ist, kann er dennoch nicht ausgeschlossen werden. So ist in der neuen EU-Freisetzungsrichtlinie vom Herbst 2002 die Verwendung von Antibiotikarestistenzmarkern erheblich eingeschränkt, doch nicht generell verboten worden.

    Wie entstehen Antibiotikaresistenzen?
    Wie schon erwähnt, ist beim Vorliegen einer Antibiotikaresistenz ein Antibiotikum gegenüber einem bakteriellen Infektionserreger wirkungslos. Dies kann einerseits auf natürliche Resistenzen zurückzuführen sein, andererseits kann es sich aber auch um eine erworbene Resistenz handeln.

    Für die Bakterien gehört die Erwerbung solcher Resistenzeigenschaften zum Überlebenskampf. Die verbreitete Anwendung von Antibiotika durch den Menschen führt daher auch zu einem zunehmenden Auftreten von entsprechenden Resistenzen bei Bakterien.

    Sie können sich durch verschiedene Strategien gegen die Antibiotika wehren:

    • Produktion von Eiweißen, die die Antibiotika außer Gefecht setzen.
    • Veränderung des Zellwandaufbaus, so dass die Antibiotika nicht mehr eindringen können.
    • Transport der eingedrungenen Antibiotika aus der Zelle.
    • "Umprogrammierung" der Antibiotika.
  • Hierbei ist die Entwicklung einer Resistenz stark davon abhängig, welches Bakterium auf welches Antibiotikum trifft. Der Angina- und Scharlach-Erreger beispielsweise (Streptococcus pyogenes) ist bis heute nicht resistent gegen Penicillin, während verschiedene Staphylococcen - Arten hingegen innerhalb von zehn Jahren vollständig penicillinresistent geworden sind.
  • Im schlimmsten Fall kann das Auftreten einer Antibiotikaresistenz dazu führen, dass ein Patient an einer normalerweise harmlosen Infektion sterben kann. Dabei sind insbesondere Infektionskrankheiten, die von Fernreisenden eingeschleppt werden, oftmals problematisch, da in diesen Ländern Antibiotikaresistenzen vermehrt auftreten.

    Vor allem Spanien und Frankreich, sowie viele andere süd- und osteuropäische Länder beherbergen mittlerweile eine hohe Antibiotikaresistenzrate bestimmter Bakterien besonders gegen Penicilline und gegen die Antibiotika-Gruppe der Makrolide.

    Wie kann die Gefahr eingegrenzt werden?
    Vergleichende Länderstudien zeigen, dass sich die Anzahl resistenter Bakterien je nach Häufigkeit und Verschreibungsart eines Antibiotikums deutlich unterscheiden. Dies sollten Ärzte berücksichtigen und nicht allzu leichtfertig ein Antibiotikum verschreiben. In Deutschland fand man in einer Studie heraus, dass in 50-70 % der untersuchten Fälle Antibiotika hinsichtlich Auswahl, Dosierung oder Behandlungsdauer falsch angewendet wurden.

    Dieses kann aus Mangel an Qualifikation aber auch durch falsches therapeutisches Sicherheitsbedürfnis eines Arztes geschehen, und es wird durch die breite Verfügbarkeit von Antibiotika mit relativ wenig Nebenwirkungen leicht gemacht. Doch nur wer Antibiotika rational einsetzt, kann Resistenzen vermeiden, die zu teuren, komplizierten und riskanten Therapien führen.

    Jeder Einzelne kann sich folgendermaßen vor Bakterien schützen:
     

    • Auf Reisen Wasser abkochen, da die meisten Bakterien bei Temperaturen von 80 Grad Celsius absterben.
    • Bei einer Krankheit nicht die Erwartungshaltung entwickeln, unbedingt ein Antibiotikum verschrieben zu bekommen.
    • Die Therapie mit einem Antibiotikum nicht eigenwillig unterbrechen. Dies kann sonst dazu führen, dass sich die übrig gebliebenen Erreger erneut vermehren, was zu einem meist noch schlimmeren Rückfall führen kann. Außerdem besteht die Gefahr, dass nach einer "Therapiepause" die übrig gebliebenen Keime Strategien zum Überleben entwickelt haben, d.h. Resistenzen, durch die das Antibiotikum wirkungslos wird.
    • Die Dosierung eines Antibiotikums nicht eigenwillig verändern oder die Therapie eigenwillig verlängern, sowie angebrochene Packungen nicht bei "Bedarf" verwenden.
    • Die Therapie mit einem Antibiotikum nicht eigenwillig verkürzen. Man kann bei Beschwerdefreiheit keinesfalls davon ausgehen, dass alle Krankheitserreger schon besiegt sind. Die letzten übrig gebliebenen Bakterien können sich wieder vermehren, und es kann zu einer erneuten Infektion kommen, gegen die nur die Einnahme eines stärker wirksamen Antibiotikums hilft.
    • Falls die Befürchtung besteht, sich im Urlaub infiziert zu haben, sollte umgehend ein Hausarzt aufgesucht und ihm die Situation geschildert werden.

    Schleimlöser

    ACC
    Wirkstoff: Acetylcystein
    http://www.vetpharm.unizh.ch/wir/00000061/6911__F.htm

    Sputolysin
    Wirkstoff: Dembrexin
    http://www.vetpharm.unizh.ch/perldocs/index_t.htm

    Ventipulmin
    Wirkstoff: Clenbuterol
    In der Humanmedizin wird der Wirkstoff nur noch zur Unterstützung zur Cortisontherapie verwendet. Da nur noch als Spray, da systemisch zu viele Nebenwirkungen.Wirksam ist Clenbuterol ca. 5 Tage, danach müsste man die Dosierung deutlich erhöhen, was aber wegen der Nebenwirkungen im Humanbereich nicht gemacht wird.Besondere Nebenwirkungen beim Menschen: Beeinflussung des Parasympathikus und führt damit zu Herzrasen etc. Quelle: http://www.vetpharm.unizh.ch/wir/00003714/8279__F.htm

    Venti Plus
    Wirksoff : Clenbuterol - Dembrexin
    http://www.vetpharm.unizh.ch/perldocs/index_t.htm

    Krampflöser

    Buscupan

    Antibiotika / Penicillin

     

    Stärkung des Immunsystem:

    Baypamun / Zylexis ad us Vet

    I ml des resuspendierten Produktes enthält Inaktives Parapoxvirus ovis, Stamm D 1701
    Parapox = Pocken! Viren

     

    Weitere:

    Entwässerung: Dimazon

    Wirkstoff : Furosemid

    Naquadem

    Amantadin

    Schilddrüsenmedikamente

    Pergulite

     

    Darmsanierung

    “Lebermedikament”

    Die Gabe von Medikamenten hat immer zwei Seiten!

    06.09

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