Lianna  VA - Stute

 

* 02. April 1988

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Lianna’s Geschichte

… oder die Irrwege zwischen konservativen und alternativen Therapiemöglichkeiten …

Lianna, *02.04.88 

April 1988:
Grassau - 1 Tag nach Geburt Impfung gg Fohlenlähme, in der Folge regelmäßig nach
Vorschrift Fohlen und später Jungpferd entwurmt empfohlenen Schutzimpfungen gg Tetanus & Influenza regelmäßig
Im Verlauf: während der Aufzucht nur tränende Augen auffällig, ansonsten nichts großartiges erinnerlich

Sommer 1991:
Grassau - angeritten, "Gurtenzwang" nach einigen Wochen (haben Mutter, Tante, Oma auch), steigen, rückwärts in Sattelkammer gestürzt -> Rippenfraktur links

Herbst 1991:
Husten -> Heustauballergie wie Mutter, Tante, Oma
Lianna stand während der Aufzucht und auch noch in dieser Zeit unter dem Heu-Lager

1992:
zweimal kurz hintereinander Sehnen-Entzündung vorne, einige Tage Equi, kühlen, Tensolvet, 6 Wochen nur Weide; in dem Jahr 1 oder 2 Koliken, Kreuzverschlag

1993:
Geburt ihres Fohlens Wasran, wollte ihn die ersten Tage nicht trinken lassen

Sommer 1993:
Grassau: starken Husten-Virus auf einer PLS (Gestüt Ismer, Ströhen) "eingefangen" und mit nach Hause gebracht, ganzen Stall infiziert, alle jüngeren Pferde waren sehr krank - die älteren nicht so stark -> Husten - hohes Fieber - Nasenausfluß ...

Behandlung mit Antibiotika und Hustenlösern (? Sputolysin – Ventipulmin ?)

Sommer 1994:
Aschau: erneut von einer PLS bzw nach einer PLS Virus-Erkrankung (? Influenza ?) trotz regelmäßiger Impfungen ), wurde mit Antibiotika behandelt?!?
 

1994 / 1998:
2 mal Kreuzverschlag, immer wieder Sehnengeschichten / Lahmheiten, Husten
Diverse Stallwechsel in diesen Jahren: Rosenheim 97 / 98, Frasdorf 99 / 00, Grassau Frühsommer 2000

1998 / 1999:
schwere Mauke auf allen Vieren - in dieser Zeit auch lahm
 

05.06.1999:
Wasran bricht sich 6jährig das Fesselbein, Lianna und Wasran zusammen im Hänger in die Uniklinik München, Lianna alleine wieder nach Hause.

06.06.
Wasran wurde aufgrund der Trümmerfraktur mit 2 Gelenkbeteiligungen eingeschläfert.

Ab diesem Zeitpunkt deutliche Wesensänderung, Gesundheitszustand schlechter, kein Interesse mehr an der Herde

1999 / 2000
"Verschlechterung des Gangbildes, Rückenprobleme bis hin zu "zentralen Koordinationsstörungen" (von verschiedenen TA’s wurde V.a. Ataxie geäußert) (lag z.B. auf Weide, stand erst auf wenn man sie persönlich dazu aufforderte, stand dann mit hängendem Kopf und zitternden Muskeln), irgendwie "abwesend", in dieser Zeit nur leichte Bewegung, warm eingedeckt, da mein Gedanke verspannte Muskeln war ...

Februar 2000:
Klinik München Aschheim wegen diffuser wiederkehrender Lahmheiten - immer auf einem anderen Bein - , Rückenprobleme, fraglich Muskelprobleme. Fragestellung nach der Ursache.Diagnose Karpalbeugesehnenentzündung, vor Entlassung wurde mir angeraten, beide Gleichbeine operieren zu lassen. Wieder Zuhause auf die Weide gestellt und gehofft, daß die Natur & Ruhe weiterhilft Im Nachhinein habe ich bei der Durchsicht von Lianna's Unterlagen festgestellt, dass ich dort einen "Borreliose-Test" durchführen ließ. Damals war (wenn überhaupt) der Elisa-Test üblich: IgM: negativ / IgG: schwach positiv (OD 467)

Herbst 2000:
Grassau: erstmals Chiropraktiker (auf Anraten meines damaligen Haus-TA), der zumindest "ein wenig" helfen konnte – rückblickend waren dessen Methoden sehr brutal: mit Gummihammer gegen die Stirn und den Ansatz des Schweifes therapiert … nach der Behandlung 18 Stunden angebunden in der Box …

November 2000:
Umzug von Bayern nach Köln ??? Hackenbroich, Rennstall Gut ??? … Ingrid ???

Frühling 2001:
Iveshof - Stommeln: jetzt fielen mir erstmals die Beulchen über den Augen, unter den Kieferknochen und über dem After auf Immer wieder mehr oder weniger starke Lahmheiten, es konnte keine klare Diagnose gestellt werden.

Sommer 2001:
Abhilfe durch Chiropraktiker, der allerdings sehr grob war und Pferd nach dem deutlich hörbaren Einrenken 2 Tage mit hochgebundenem Kopf haben wollte - das wars dann für mich – meine Einstellung zu Chiropraktikern war nun nach der zweiten fragwürdigen Erfahrung denkbar schlecht …

Herbst/Winter 2001:
nachdem weder durch TA-Behandlung noch durch laienhafte Homöopathika (durch eine Stallbekannte) wirklich geholfen werden konnte:
Wiederum Abhilfe durch andere Chiropraktikerin, hier dann behutsamere Manipulation, kranken gymnastische Übungen wurden gezeigt und die Durchführung nahe gelegt - gute Hilfe für Lianna

Febr 2002:
Umzug mit Pferd nach Dansweiler, dann langsames vorsichtiges wieder Antrainieren

Sommer 2002:
Lianna ist gut drauf, geht mit Kindern mehrere Turniere im Umkreis, kann wieder normal bzw. etwa 1 1/2 - 2 Stunden am Tage geritten werden.

Juli 2003:
Trauma: Beim Gymnastikspringen "eine Stange mitgenommen", 3 Tage danach deutliche Lahmheit auf dem angeklopften Bein (re.hinten, Fesselbein/Fesselgelenk), zu spät - erst im September - diagnostizierte Knochenhautverletzung mit offenbar daraus resultierender

Nov 2003: 
Arthrose des Fesselgelenks - im November. Homöopathische Therapie (Chr.St.) mit Harpagophytum, Calcoheel, Osteoheel und Symphytum (genaueres hab' ich im Moment nicht im Kopf), sowie Bachblüten.
Schonung, keine Extra-Bewegung, nur Weidegang.

Mitte Dez. 2003:
seit Ende der Weidesaison nur spazieren gegangen, nach wie vor im Schritt lahm.
Nun ernsthafte Überlegung des weiteren Vorgehens: Rente oder …

Ende Dez. 2003:
homöopathische Therapie schlägt an, Lianna wird vorsichtig wieder antrainiert jedoch immer ganz leichte Lahmheit
In den Arthrose-Jahreszeiten (nass-kaltes Wetter) Dosis-Erhöhung, später wieder Reduzierung.

Sommer 2004:
zweimalige Verschlechterung, nach 2 - 3 Tagen Equi wieder lahmfrei

Herbst 2004:
starke Lahmheit, erste Diagnose nach Röntgen: Hufbeinfraktur !!!

Okt / Nov 2004
Nach meinem Telefongespräch mit dem damaligen TA wurde vereinbart, dass von ihm persönlich (nicht von seiner Assistentin) versuchsweise Gips für einige Wochen zur Ruhigstellung angelegt würde. Nach nur 3 Stunden Warten über den vereinbarten Termin hinaus erschien er dann gg 21:45 Uhr: wir sollen ihm Lianna aus der Box holen, er sah sie auf der Stallgasse entgegenkommen und sagte: da kann keine Fraktur vorliegen – ich röntge das noch einmal und rufe sie dann Morgen an.

Kurz gemacht: Es lag keine Hufbeinfraktur vor, die Erstaufnahme war in schlechter Stellung des Hufes aufgenommen und von schlechter Qualität – nun war die Diagnose des Meisters selbst: Arthrose, Therapieversuch mit Cortison, welches jedoch leider keine Wirkung zeigte

Gabe von Equipalazone langfristig, evtl. lebenslang von TA angedacht (Pulver muß aufgelöst und ins Maul gespritzt werden, da sie es mit Krippenfutter nicht aufnimmt)

Ende Nov
nach etwa 4 Wochen habe ich nach umfangreichen Recherchen umgestellt auf Ingwer und Homöopathika (Chr.St.), da ich zu diesem Zeitpunkt schon Lianna diese „chemo-keule“ nicht zu lange zumuten wollte …

ziemlich schnell praktisch lahmfreies Gangbild, anfangs Schritt, später Trab und Galopp - täglich leichte Arbeit. 

Anfang April 2005
Umzug in neuen Stall nach Königsdorf, einige Tage später Wurmkur, paar Tage später Resiquin

Anfang / Mitte Mai
mal leichte, mal deutlichere Lahmheit – keine Extrabewegung und gekühlt.

Dg. durch TA: Tendovaginitis, Therapie der Sehnenscheidenentzündung re. vo. Fesselgelenk-Ansatz mit Equipalazone (da im Schritt heftig lahm)

Therapie 4 Tage 2 x 2 Tütchen Equipalazone 
3 - 4 Tage 2 x 1 
3 - 4 Tage 1 x 1 
anschließend jeden zweiten Tag 1 Tütchen 
Während der Augschleichphase ereignete sich dann der akute Reheanfall auf allen vier Hufen. 

10.06.2005 
Einlieferung in Tierklinik, Hufrehe

Meinem direkt anfänglich geäußerten Verdacht auf toxische Hufrehe aufgrund von Equipalazone wollte der behandelnde Tierarzt nicht zustimmen, ohne jedoch weiter darauf einzugehen wurde zur Schmerztherapie Finadyne eingesetzt (ohne jeglichen Kommentar meinerseits ...). 

Beim Stöbern im Internet habe ich im Tierheilpraktiker-Forum einen Beitrag von Birte Wermann (Artikel vom 6.12.04) gefunden in dem sie beschreibt, daß Phenylbutazon Auslöser für Hufrehe sein könnte - das interessiert mich sehr. Ich weiß von 3 Reheanfällen (bei Isländern) während Equitherapie, 2 Ponys mußten eingeschläfert werden ... 

In einem informativen Telephongespräch mit einer Tierklinik im Bergischen Land konnte ich erfahren, daß in USA die Zusammenhänge publiziert sind. 

Meine Stute befindet sich seit 10.6. in einer Klinik - wohl hoffentlich auf dem Wege der Besserung - 2,5 ltr. Aderlaß, 2 x täglich Heparin, 1 x täglich Finadyne Paste (Wirkstoff Flunixin-Meglumin). Ich bin übers Wochenende morgens und abends nach Befinden des Pferdes auf weichem Boden spazieren gegangen (ca. 10 - 15 min) und habe anschließend 10 - 15 min abwechselnd die Beine abgespritzt bzw. Wasser überlaufen lassen. 

Nachdem keine deutliche Besserung eintrat wurden am 13.6. vorne die Eisen abgenommen und Styroporklötzchen (6 cm hoch) aufgebracht, die sich dann entsprechend "setzen" sollten, das Pferd lief wie auf Plateau-Schuhen. Sie wollte sich auch nicht wirklich bewegen, daher nur wenige Runden geführt. 
Während der Equi-Ausschleich-Phase habe ich den Ingwer wieder verfüttert. Könnte ich hier "zuviel" des Guten getan haben, hat sich evtl. die Wirkung von Equi und Ingwer potenziert und den Reheschub ausgelöst? Auf dem Waschzettel der Finadyne-Paste wird erwähnt, daß die Therapie in Stallruhe stattfinden solle. Lianna war während der gesamten Equi-Behandlung auf der Wiese, allerdings ein kleineres abgetrenntes Stück mit weniger Gras, keine zusätzliche Bewegung, entsprechend reduziertes Kraftfutter. 

In der Klinik steht sie jetzt in einer Spänebox und bekommt nur kleinere Portionen Heu – ich habe Befürchtungen, dass sich die Fructane von einigen Äpfeln und Möhren ungünstig auswirken können.

Sie ist nicht fett - wie die Pferde eben aussehen, wenn so richtig schön Gras auf der Wiese steht. Sie ist im Übrigen sehr sorgfältig angegrast, ab einer Woche vor Ostern 15 min mit langsamer Steigerung auf über 2 Stunden bis zum 1. Mai, dann Beginn der Weide-Saison mit wöchentlicher Steigerung des Weideganges. 

Auch über das Metabolische Syndrom denke ich nach:
dicke (Fett?-) Polster über den Augenhöhlen
dicke .... Polster unter dem Kiefer (wo normalerweise nur Haut und Knochen sind)
dicke .... Polster über / bzw rund um den Schweifansatz

Appetit hatte sie immer schon
gesteigerten Durst kann ich erst seit der Klinik feststellen
häufigeres Harnlassen seit ? Mitte ? der Equi-Therapie aufgefallen

Mein TA ist der Ansicht, daß Lianna das Cushing Syndrom hat, ich hatte ihn mit dem Metabolischen Syndrom belagert, er ist der Ansicht, daß Cushing die Folgeform von MS ist.

Einen Dexa-Test haben wir in beiderseitigem Einvernehmen nicht durchgeführt, da dieser evtl einen neuerlichen Reheschub provozieren könnte . . . habe ich u.a. bei "vet-med-news" (med.Labor-Nachrichten) gelesen - mein TA hat es mir auch gesagt ...

Empfohlen wird mir von ihm auf Verdacht mit Pergolide zu behandeln – ich habe es bestellt.

Ab Juni 05
nach Beendigung der Schmerztherapie mit Finadyne wieder Ingwer angefangen, trotzdem wechselnd starke Lahmheit

Juli 2005
Lianna geht's momentan ziemlich gut, sie geht einmal täglich 20 - 25 min im weichen Round-Pen (ca 20 m Durchmesser) ihre Runden, dass es nicht so langweilig ist, pack' ich immer Jamal (mein zweites Pferdchen) mit rein ... ab und an will sie dann beweisen wie gut es ihr geht, sie trabt oder galoppiert ein kleines bisschen. Bei dieser Gelegenheit hat sie sich wohl verknackst re vorne und ging stockelahm. Ich habe sofort 20 min mit fließendem Wasser gekühlt, mittags ging sie schon wieder fast normal - dennoch mittags und abends jeweils 30 min gekühlt und für die Nacht ein Gel aufgetragen. Es sieht ganz gut aus ... das war übrigens das Bein, mit dem das ganze Übel begann ... es ist auch mal mehr mal weniger ein leicht angelaufener Fesselkopf zu sehen - aber sie muß ja noch länger nicht wirklich arbeiten - also abwarten.
Ich habe entgegen des Ratschlages vom Tierarzt (orthopädischer Rehebeschlag auf allen Vieren) die Eisen auch hinten abnehmen lassen und mich entschieden, Lianna barhuf zu lassen.

Die Huforthopädin nach Biernath war am Freitag 8.7. das zweite Mal dran - ist mit den Vorderhufen sehr optimistisch, hinten findet sie's katastrophal (keine Trachten mehr da – diese wurde im Laufe der letzten 5 Jahre systematisch vom Hufschmied „weggezüchtet“ – trotz meiner Hinweise, dass das früher in Bayern nicht so „aussah“, er meinte, durch das Alter würde sich die Stellung verändern, daher würde sie nun hinten so stehen).

Ich wage es nun doch nicht, das Pergolid einfach nur so auf Verdacht zu geben und habe einen ortsansässigen TA zum Dexa-Test gebeten.

20.07.2005
Testergebnisse:

Dexamethason-Screening-Test

Ergebnis Einheit Referenzbereich Abn.-Zeit (von mir angemerkt!)
Cortisol 1 v. Dexam.-Supp 3.87 ug/dl 3.0-6.7 ca. 18:00 Uhr
Cortisol 2 n. Dexam.-Supp <1.0 ug/dl ca. 09:30 Uhr
Cortisol 3 n. Dexam.-Supp 2.81 ug/dl ca. 15:00 Uhr

Bewertung: Bei gesunden Pferden erfolgt nach ca 16 Stunden eine Suppression auf Werte unter 1.0 ug/dl.

Werte > 1.0 ug/dl sprechen bei entsprechender klinischer Symptomatik für ein equines Cushing-Syndrom.

Endbefund vom 19.07.2005
TÄ sagte heute zur mir: Wie schon gestern besprochen ist auch der 2. Wert eindeutig "Cushing negativ" 

Aufgrund der Publikationen und der Aussage der TA’es erlaube ich Lianna kein Gras, im Round-Pen bewegt sie sich nicht freiwillig, sobald ich rausgehe bleibt sie stehen ... auf dem großen Sandplatz (20x60) bewegt sie sich schon von einer Ecke in die andere - auf der Suche nach Gras - was dort auch zu finden ist d.h. ich bewege mich eigentlich mindestens genausoviel wie sie, da ich ja immer hinterher sein muß, dass sie KEIN Gras knabbert.

Die Betreuung und Bespaßung gestaltet sich sowohl physisch als auch psychisch ziemlich aufwendig für mich, ich lese sehr viel und mache mir viele Gedanken über die „richtige“ Therapie.

03.08.2005
Die Huforthopädin war da, sie ist im Großen und Ganzen mit dem Hufwachstum zufrieden.

Auffällig war diesmal an beiden Vorderhufen die sehr breite weiße Linie mit "getrockneten Blutergüssen" <- natürlich alte ... da ist das Sohlenmaterial bröckelig, es wurde auch nur ganz wenig von der Sohle weggenommen, und dann kam das eben zum Vorschein ... die Sohle ist aber ziemlich dick, beim Abdrücken mit der Hufzange keine Schmerzreaktion. Die auffälligen Stellen wurden gut desinfiziert und beide Hufe mit Polster und Klebeband eingepackt, sodaß kein Schmutz rankommt. Eigentlich nur eine reine Vorsichtsmaßnahme - der Verband wurde für 2 Tage belassen.

Lianna ist nicht fühlig und läuft sehr schön sowohl auf dem Weg von der Box (Grasbetonsteine und Pflastersteine) in Richtung Halle, als auch auf hartem Boden (hier vielleicht ein ganz kleines bisschen vorsichtiger) ... aber auf weichem Boden zeigt sie schöne lange Schritte, es geht ihr ja so gut, daß sie von selber immer wieder mal unbedingt "erschrecken" muß, um einen Grund zum Traben oder Galoppieren zu haben.

 08.08.
Heute war Lianna derart aufgedreht, daß sie sich selbst im Round-Pen verletzt hat. Es war etwas windig, draußen haben die Blätter auf den Bäumen geraschelt und sie mußte dringend wegspringen ... bei der Gelegenheit ist sie irgendwie 4 - 5 Galoppsprünge quasi an der Bande entlang geschliddert (mit dem ganzen Körper), wenn die Bande nicht dagewesen wäre, wär sie glaub ich auf die linke Seite geplatscht ... mir schien das fast so, wie wenn sie Gleichgewichtsstörungen hätte ... sie hat sich am linken Vorderfußwurzelgelenk und am Fesselgelenk verletzt, war erst mal stockelahm - bisschen später wurde es etwas besser. Am Abend war das Vorderfußwurzelgelenk etwas angeschwollen und schwammig ... 3 Tbl Traumeel gegeben und alles nochmals schön desinfiziert ...

09.08.
Heute Früh immer noch leicht angelaufenes Gelenk, wieder 3 Tbl Traumeel: 1 gleich direkt (5 Uhr), 2 dann zu ihrem Frühstück um 8 Uhr

11.08.:
Lianna wurde die letzten Tage in der Halle geführt, damit sie keinen "Blödsinn" macht. Gestern im Round-Pen an der Longe zeigte sie sich ganz entspannt und lahmfrei mit großen Schritten. Beide Gelenke gleich kühl, weiter Traumeel für 2 oder 3 Tage.

Mit 5 min angrasen begonnen.

Mitte August 2005
Nachdem Lianna die letzten 10 Tage auch im Schritt nicht "sauber" gelaufen ist, hatte ich meine Chiropraktikerin / Tph (Chr.St.) bestellt, sie kennt Lianna bereits seit 4 Jahren und hat ihre uralten manifestierten fast chronischen Rückenprobleme immer wieder etwas bessern können (ohne lautes Krachen und Knacken - einfach sanft manipuliert - anschließend mit der richtigen Pferde-Krankengymnastik Bewegungsübungen gezeigt, die ich dann weiter in Eigenregie durchführte) ...

Sie ist der Ansicht, dass Lianna der Ingwer nicht mehr bekommt - auf Dauer könnte sich wohl die Wirkung quasi "umgekehrt" haben, vom Positiven komplett ins Negative - wir sind dann später das "Arznei-Mittel-Blatt" von Ingwer durchgegangen ... Lianna zeigt wirklich das komplette Bild.

Antidot zum Ingwer: 10 Globuli Nux Vomica D-6 erst mal für 2 Tage. Für etwa 10 Tage einmal täglich je 5 Globuli Arnika C-30 für die diversen Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Schulterschmerzen (sowohl Muskeln als auch Knochen), Magenprobs (so wie Übelkeit) uvm ...

Nachdem ich ja jeden Tag das Pferd sehe, ist mir wohl auch gar nicht die langsame Veränderung von Liannas Wesen aufgefallen - so im nachhinein hat meine Thp aber recht, wenn sie sagt, daß Lianna sogar vor 1 Jahr noch ganz anders war ... präsenter ... noch aufmerksamer ... naja - eben irgendwie anders als jetzt ... 

Ich wurde auch darauf aufmerksam gemacht, daß während der Arnika-Gabe kein Kampfer (Antidot zu Arnika ! )gegeben werden dürfe.

August 2005
Lianna läuft nicht gut: auf hartem Boden sehr fühlig / eigentlich lahm, auf weichem Boden etwas besser, aber auch da nicht lahmfrei. Täglich nur 15 min in der Halle auf weichem Boden Schritt geführt.

09. September 2005 - keinerlei Medikamente o.ä. mehr, außer Biotin

September 2005
Sie läuft sie wieder glasklar, täglich im Round-Pen an der Longe, der Trab ist so gut wie seit bestimmt 1 1/2 Jahren nicht mehr (man denke an die Arthrose)

Seit 20.9.2005
läuft Lianna wieder schlechter ... im Schritt soweit ok - aber beim Traben "tickt" sie wieder (das altbekannte re Hinterbeinchen) ... außerdem hat sie bereits nach 2 Runden Schritt geblähte Nüstern - heißt für mich sie hat wohl ein Atemproblem, vielleicht liegts ja auch an diesem verrückten Herbstwetter (nachts 5° und tagsüber um die 22°) ...

Täglich 20 min Grasen - da merkt man ihr an, wie sie sich freut, allein schon wenn sie in Richtung der Weiden geht (über teils sehr steinigen Boden - kein Problem) ... und auch sonst scheint sie mir sehr aufmerksam ...

Solange sie langsam Trabt, konnte man nur beim ganz genauen hinsehen mit der Lupe noch eine klitzekleines "Ticken" sehen ...

Ob's am verrückten Wetter lag? Wir hatten letzte Woche nachts zwischen 5 - 7° und tagsüber dann 20 - 23°, vielleicht hat sie das extrem durcheinander gebracht, ab der Nacht von Freitag an waren's dann in der Nacht deutlich über 10°.

Man kann nur beim ganz genauen Hinsehen mit der Lupe noch ein klitzekleines Ticken im Trab sehen.

Tournusmäßige Huf-Termin: alles Bestens - die HO ist zufrieden. Das nachwachsende Saumhorn liegt schön an, ich hatte ein kleines Steinchen im Tragrand komplett übersehen, da ist jetzt ein kleines Löchlein, bakterienabtötende Lotion täglich soll günstig wirken. Die Sohlen sind sehr dick, die Trachten schieben prima nach, das Hufwachstum ist sehr gut.

Lianna Behandlungsverlauf

News Lianna

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