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Im März 2011 gab es für unsere Pferde die letzten Getreidefutterportionen.
Jocker, Lotti, Mary, und Voyou bekamen bis zu diesem Zeitpunkt ca. 400 g „Isländermüsli“ da es besonders gut für Huf und Fell angepriesen wird und für robuste Ponyrassen optimal geeignet sein soll.
Flower und Jamal bekamen je nach Anforderung noch 500 bis 1000g Hafer. Im Frühjahr und im Herbst fütterten wir den schlankeren Pferden je einen halben Sack BT-Hefe. Alle Pferde bekamen ca. 3 kg hochpreisigess Mineralfutter. Im Winter durften sich einige der Pferde hin und wieder eine kleine Menge gekochten Leinsamen oder auch mal einen Sack „Sinfonie“ o.ä. freuen. Möhren und Äpfel gab es nur in homöopathischen Dosen. Den Pferden stand immer ein Equiphos Mineralstein der Firma Timac zur Verfügung so wie ein Natursalzstein.
Die Pferde bekommen seit 2005 keine Impfungen und keine chemischen Wurmkuren, aber regelmäßig „wurmfeindliche“ Mittel auf Kräuterbasis. (Nur Djerid hat wegen seiner Ektoparasiten zur Prophylaxe 1 x jährlich im Dezember eine klassische WK mit großem Wirkungsspektrum erhalten.)
Wir fütterten bis Winter 2010/2011 ca. 8 – 10kg sehr trockene Heulage pro Pferd, überwiegend vom 1. Schnitt aus 3,5 cm Netzen und verteilten die Fütterung auf 3 Mahlzeiten. Ca 4 – 5 Stunden waren die Pferde mit einer Mahlzeit beschäftigt.
Im Winter 2011/2012 füttern wir nun erstmals seit Anfang 2000 wieder Heu! Ca. 7 – 9 kg pro Pferd. Keines unserer ehemaligen COB -Pferde hustet! Jedes Pferd bekommt täglich 300 – 400g FutterNatur. Je nach Bedarf bekommen die Pferde zusätzlich auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasste Kräutermischungen. Weiterhin stellen wir den Pferden einen Equiphos Mineralstein so wie einen Natursalzstein zur Verfügung.
Djerid ('85) hat schon seit 2007 Probleme im Winter Gewicht zu halten. Wann immer jemand sich am Stall aufhielt durfte er, abgetrennt vom Rest der Gruppe, Heu ohne Netz fressen. Trotzdem konnte man im Winter jede Rippe sehen und spätestens Mitte Dezember war das Pferd am gesamten Körper massiv von Haarlingen befallen. Übrigens blieben die Tierchen immer bei Djerid. Obwohl er mit dem Rest der Herde ausgiebig Fellpflege betrieb und seine „Kratzstellen“ an Bäumen und Mauern die gleichen sind wie die der anderen Pferde. Weder Chemiekeulen von innen noch von Außen halfen nachhaltig. Mit dem Fellwechsel verschwanden die unliebsamen Schmarotzer immer rückstandslos.
Seine Zähne sind zwar noch da, aber völlig glatt geschmirgelt. Er bekam bis zu 2 kg Senior Müsli plus 2kg gewalzten Hafer. Die Spatzen warteten förmlich darauf, seine Kothaufen zu plündern.
Djerid bekommt wie alle anderen Pferde täglich 300 – 400g FutterNatur. Auf Anraten von Alexandra Kluxen ersetzten wir Müsli und Getreide durch Heucobs. In den Sommermonaten hat Djerid nur unregelmäßig Heucobs bekommen, aber in den Wintermonaten bieten wir ihm bei jeder Gelegenheit aufgeweichte Heucobs an. So „schafft“ er unter Umständen bis zu 4 kg (Trockenmasse) am Tag aber nur, wenn wir ein paar Maiscobs dazu mischen.
FutterNatur wurde von Djerid am Anfang nicht gern gefressen. Mindestens 4 Wochen lang mussten wir ihm „eine Hand voll“ Haferkörner unter seine angefeuchtete Portion FutterNatur mischen. Seitdem nimmt er das Futter gern, am liebsten leicht angefeuchtet, sortiert aber die Hagebutten aus.
Zum Ende der Weidesaison 2011 entgifteten wir alle Pferde mit Hilfe der Natur.
Mit dieser Lösung kann man nun erstmals seit mindeste 4 Jahren seine Rippen im Winter nicht sehen, er hat keine nennenswerten Schuppen und wir haben bis jetzt noch immer keinen Haarling gefunden!
Voyou mussten wir ca. 14 Tagen vom süßen Geschmack seines alten Futters entwöhnen. Auch er bekommt wie der Rest der Herde sein Futter leicht angefeuchtet und lässt die Hagebutten liegen, wenn sie nicht von seiner Besitzerin vor dem Servieren zerbröselt werden. Voyou ist kein Ekzemer, aber ab ca 2005 hat er begonnen sich zunehmend schlimmer nach dem Winterfellwechseln, erst im Gesicht und später am gesamten Körper zu kratzen.
Im Gesicht hat er sich oft blutig gekratzt. Ich gehe davon aus, dass der Juckreitz am gesamtem Körper gleich war, dass es aber am Kopf am leichtesten war die Haut zu verletzen was dann im Winter von Voyou 2010/2011 So und so aussah. 12.2009 so
Mehrere TÄ versuchten über Blutuntersuchungen und Gewebeproben die Ursache zu finden. Erfolglos. Ebenso alternative Therapeuten und Manualtherapeuten, die den Stoffwechsel als Ursache sahen, aber auch keine Linderung erreichen konnten.
Cortison lehnte die Besitzerin strikt ab. Die Wunden selbst behandelten wir ausschließlich mit Bachblütentropfen, selten mit Bachblütencreme. Jede andere Creme veranlasste Voyou sich an behandelter Stelle postwendend noch intensiver zu kratzen. So uns so sieht das Pony 12 Monate später aus. Er schubbert sich noch ein wenig am Kopf, aber es ist kein Vergleich zum vergangenen Winter.
Jocker und Flower brauchten auch ca. 3 – 4 Wochen bis sie FutterNatur ohne Haferkörner gefressen haben. Auch sie sortieren manchmal die Hagebutten aus und bekommen das Futter leicht angefeuchtet.
Jocker ruiniert sich sein Mähnenlanghaar und die Stirnmähne im Sommer seit 4 -/5 Jahren sehr deutlich. Im Sommer 2011 konnte ich keine Verbesserung feststellen. Auch hat er noch sein trockenes, schuppiges Fell, glänzt aber wie eh und je wie eine Speckschwarte.
Zum ersten mal, seit ich mein Pferd kenne, produziert er zunehmend Pferdeäppel anstatt auseinanderfallende, feuchte Kotballen. Das Kotwasser-Problem hatten wir noch nie endgültig im Griff, es gab immer mal bessere Phasen, aber jetzt scheint in diesem Bereich endlich ein Verschwinden der Symptome möglich.
Jamal hat es geschafft das Futter über Monate anzumäkeln. Aber seine Besitzerin hat ihm standhaft nur dieses Futter angeboten. Einige Wochen hat sie Haferkörner darunter gemischt, da er aber trotzdem immer nur mit langen Zähnen mehr sortiert als gefressen hat, bekam er das Futter wochenlang angeboten und wieder weg genommen. Vielleicht brauchte er es einfach nicht?
Nach über 6 Monaten hat er plötzlich beschlossen das Futter zu fressen und jetzt nimmt er es sogar gern. Winter 2010/2011 war Jamals erster Winter bei uns und sein erster Winter im Offenstall.
Da brauchte er ab ca. 5°C eine Decke auch an windstillen, trocken - kalten Tagen. In diesem Winter, der allerdings bis jetzt unnatürlich mild war und damit keinen guten Vergleich bietet hat er schätzungsweise das gleiche Gewicht. Ohne Getreide. Nur mit Heu und FutterNatur. Bei Regenwetter trägt er eine Decke. Wahrscheinlich würde er ohne Decke nicht frieren. Wenn er mal ungeplant nass wird ist das auf jeden Fall so. Aber unter dem Sattel wirkt es sich sehr deutlich positiv aus, wenn er keinen nasskalten Rücken bekommt.
Mary fehlt seit einigen Jahren ein Teil ihrer Mähnenhaare. In einem Sommer vor ca 5 Jahren hatte sie sich alle Haare in Verbindung mit Symptomen eines Sommerekzemers abgescheuert und danach sind die Haare nicht wieder gekommen. Mit dem Umzug in unseren Stall 4/2010 von Box/Paddock mit Weidegang zu Offenstallhaltung sind die Symptome des Sommerekzems und „Sonnenbrand” auf unpigmentierten Teilen der Nüstern nicht mehr aufgetreten. Allerdings erhält die Stute bei uns streng regulierte Diät mit Hilfe eines Maulkorbs. Das Fell der Stute hat sich seit dem Umzug stetig verbessert. Welchen Anteil das Futter dabei hat können wir nicht sagen.
Lotti hat das Futter innerhalb weniger Tage lieben gelernt. Ihr scheinen besonders diee stoftwechselunterstützenden Kräuter sehr gut getan zu haben. Sie läuft noch immer häufig fühlig und auch ihre Neigung zu Hufgeschwüren scheint noch nicht überwunden zu sein, obwohl das Pony schon seit 2005 ohne Eisen lebt und im Gelände ausnahmslos mit Hufschuhen unterwegs ist. Sie hat aufgehört, Mähne und Schweif zu Schubbern. Ihre Besitzerin konnte den Schaden in der Vergangenheit meist in Grenzen halten, aber im letzen Sommer war eine Lanhaarfürsorge fast nicht nötig.
Dubis Kotwasserproblematik konnte FutterNatur nicht beseitigen. Wir können nicht beurteilen warum das sehr auffällige Schwitzen nachgelassen hat. War es die Umstellung auf Barhuf? Der Umzug? Der Wechsel vom Westernsattel zum Dressursattel? Der Verzicht auf Getreide an sich? Die Entgiftungs-Kräuter? Der Stoffwechselhelfer?
Auch in Felix Leben hat ich im letzten Jahr zu viel verändert um sagen zu können was im Einzelnen zu welcher positiven Entwicklung geführt hat. Auch bei Felix haben wir die Hoffnung, dass das immer wieder auftretende Kotwasser noch verschwinden wird und die Zeit der Hufgeschwüre nun vorbei ist.
Bei Dubi und Felix würde es sich aus Studienzwecken anbieten die Fütterung wieder auf Getreide umzustellen, aber die Besitzer wollen in diesem Fall keinen Studie in diese Richtung durchführen. ;-)
Wir sind davon überzeugt, dass jedes unserer Pferde von der getreidefreien Fütterung enorm profitiert Wie hoch der Anteil des Erfolges FutterNatur zugeordnet werden kann wissen wir nicht, weil alle Pferdemenschen in meinem persönlichen Umfeld die Umstellung in Verbindung mit FutterNatur durchgeführt haben.
Zusätzlich haben die Besitzer mit denen ich im Erfahrungsaustausch stehe, die das Konzept bis heute verfolgen, auch die Empfehlungen von Alexandra Kluxen umgesetzt speziell auf die Bedürfnisse der einzelnen Pferde angepasste zusätzliche Kräuter zu füttern.
18.01.2012
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